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08.02.2019 - 19:30 Uhr

Noch

Rückblick auf die Milljöhsitzungen der vergangenen Jahre

Milljöhsitzung 2015

Die Kölner Karnevalsgesellschaft Paragraphenreiter e. V. feierte am Freitag, dem 6. Februar 2015 in einem, mal wieder restlos ausverkauften Congress-Saal der Koelnmesse mit mehr als 1.200 bunt kostümierten Besuchern ihre traditionelle Kölsche Milljöhsitzung.

Unser Sitzungspräsident Hubert Koch (Altstädter) führte zum 11.Mal souverän, mit kölschem Witz und gut gelaunt durch ein abwechslungsreiches Spitzenprogramm. Unterstützt wurde er dabei von seinem Elferrat bestehend aus Mitgliedern des Literatenstammtischs Köln von 1961 e.V. und der KKG Paragraphenreiter. Die musikalische Begleitung erfolgte durch das vielfach bewährte Orchester „Ted Borgh“. 

 

 

 

Den Auftakt bei der diesjährigen Milljöhsitzung machten die 1. Hennefer Stadtsoldaten vun 1983 e. V. mit der männlichen „Marie“ Klaus-Dieter Scholz, dem Spetzebötzje, der 67 Jahre jung ist, seit 25 Jahren tanzt und noch elegant über die Bühne springt und wirbelt, war der Einzug und die Vorstellung der blau-roten „Kölschen Franzosen“ mit den verschiedenen Gewehrtänzen ein witziger Anfang.

 

 

Dieser Mann cantz einfach. Guido Cantz, das Multi-Talent machte sich auf, den Congress-Saal ein wenig schlauer zu machen. Der charismatische, superblonde Komiker gehört seit Jahren zu den ganz Großen der Redner-Landschaft und stellte dies auch diesem Abend unter Beweis. Tolle Gags, intelligente Sprüche und die Einbeziehung des Publikums ließen zu keiner Sekunde Langeweile aufkommen. Als er sich über die heutige Jugend ausließ, „die Head-Down-Generation“, die in ihren Smart-Phone-Konversationen Abkürzungen wie „LOL“ („Laughing out loud“) und die Steigerung „ROFL“ („Rolling on floor laughing“) benutzt und im analogen Fotoalbum nicht mehr Seiten umblättert, sondern „weiterwischt“, reizte er die Lachmuskeln des anwesenden Publikums.

  

 

 Die Stimmung wurde dann noch weiter aufgeheizt, als die Gruppe Höhner - letztmalig mit den beiden verbliebenen Gründungsmitglieder Peter Werner (Keyboard) und Janus Fröhlich (Schlagzeug, Gesang) - ihre Ohrwürmer präsentierten. Fastelovend pur auch bei unserem Elferrat, der bestens gelaunt war und lautstark Ober-Hohn Henning Krautmacher bei dem Lieblingssong der Band: „E levve lang“, eine große Ballade die auch die Liebe zum 1. FC Köln beschreibt – unterstützte. Obwohl die Stimmbänder kräftig beansprucht wurden, forderte der Saal gnadenlos weitere Zugaben, die von den Höhner‘n auch prompt präsentiert wurden.

 

 

 

Martin Schopps konnte die gute Stimmung im Saal nutzen und präsentierte sein Programm als Lehrer, der über sein Leid mit den Kollegen und heutigen Schülern klagte und mit Gesang über eine (bisher) unbekannte „Chantale“ glänzte. Auch an diesem Abend hat er es geschafft, Witze perfekt vorzutragen bzw. Musik und Reden in einer charmanten Art zu kombinieren und wurde für einen tollen Auftritt mit langanhaltendem Applaus belohnt.

 

 

Anschließend folgten Sambarhythmen von der quirligen Band Querbeat. Diese legten wie im Vorjahr gleich mal so richtig los und begeisterten das Publikum nicht nur mit Ihren flotten Melodien, sondern auch mit Ihren witzigen bunten Kostümen und Ihrem außergewöhnlichen Engagement. Mit einer Verspätung von ca. 10 Minuten ging es dann für ALLE in die verdiente, aber kurze Pause. 

 

 

  

Die Kölner Funken Artillerie blau-weiß von 1870 e.V. - besser bekannt als Blaue Funken Köln - eröffneten pünktlich die zweite Abteilung. Stolz zog das aktive Korps mit ihrem neuen Tanzpaar (Corinna Hambach und Nicolas Bennerscheid) in den festlich geschmückten Congress-Saal ein. Man konnte richtig spüren, dass das janze blau-wieße Schmölzje sich darauf freute, vor und während dem Auftritt viel Spaß und Freude zu vermitteln.

 

  

Er ist die Fastelovends-Allzweckwaffe und auch nach den Blauen Funken vielseitig einsetzbar. Marc Metzger als Blötschkopp sorgte in seiner gewohnten bissigen Art für viele Lacher und so mancher im Foyer, auch der Elferrat, die Saalkapelle und viele Gäste waren seinen rhetorischen Angriffen „wehrlos“ ausgesetzt. Wenn der Sitzungsleiter seinen Platz verlässt, wissen sie bereits was kommt.

 

 

 

Mit großer Freude wurde das Kölner Dreigestirn 2015 empfangen, dass erstmals von der „Flittarder KG von 1934 e.V.“ gestellt wurde. Der Mundharmonika spielende Kölner Prinz Holger I. (Holger Kirsch), sowie der Kölner Bauer (Michael Müller) und die Kölner Jungfrau Alexandra (Sascha Prinz) begeisterten hier wie in den anderen Sälen mit ihrer sympathischen Art und zogen alle in ihren Bann.

 

 

Erstmalig auf der Bühne der KKG Paragraphenreiter wurde dann die Micky Brühl Band angekündigt. Von und mit Micky Brühl, der mit seiner jetzigen Band, neue Wege geht, ohne alte, lieb gewordene Traditionen und Songs zu vernachlässigen. Nach tollen Liedern wie „Die Nächte am Rhing sin immer Lang“; „Zo Fooss noh Kölle jonn“ oder „Dat kölsche Hätz“ konnten die sechs hervorragenden Musiker ihre Weiterreise zum nächsten Auftritt antreten.

 

 

Das Tanzchor Sr. Tollität Luftflotte zeigte anschließend etwas fürs Auge und ließ uns bei so manchem Sprung oder mancher Hebefigur die Luft anhalten. Nach drei begeisterten Tänzen mit viel Akrobatik wurden die Tänzerinnen & Tänzer mit frenetischem Applaus verabschiedet. Zusätzlich bekamen alle Damen der KG Luftflotte einen wunderschönen Blumenstrauß durch den Elferrat überreicht.

 

 

 

 Zum guten Schluss folgte die Nachwuchsband Miljö. Miljö, das sind fünf hochmotivierte Jungs aus Köln, die eine gemeinsame Liebe zur kölschen Musik, mit kölschen Texten, rockigen Einflüssen, tanzbaren Rhythmen und Liedern, verbindet. Die anwesenden Gäste machten sofort mit und hatten offensichtlich ihren Spaß an der musikalischen Darbietung. Die Tänzerinnen & Tänzer der KG Sr. Tollität Luftflotte verteilten währenddessen bunte Luftballons und sorgten für ein grandioses Abschlussbild.

 

 

Nach dem Auszug des Elferrates sorgten Die Zwei (Musik aus Köln mit Josef Hammer & Manfred Hermanns) dafür, dass die Sitzungsbesucher bis in den frühen Morgen hinein ausgelassen feierten und gut gelaunt die Koelnmesse verließen bzw. ins Wochenende starteten.