Mer Kölsche danze us der Reih - Session 2017/2018

Agrippina und der Kölner Dom – eine Verbindung für die Ewigkeit

In unmittelbarer Nähe des Kölner Doms, nämlich etwa dort, wo heute das Rathaus steht, wurde Agrippina am 6. November 15 n.Chr. geboren.
Aus der ersten Ehe der Agrippina mit einem Senator stammte der Sohn Nero, der später ein berüchtigter Kaiser wurde. 49 heiratete Agrippina ihren Onkel, den Kaiser Claudius, den Sie 54 vermutlich vergiften ließ, um ihren Sohn Nero an die Macht zu bringen. Dieser ermordete seinerseits 59 seine Mutter!
Agrippina war eine der mächtigsten Frauen im Römischen Imperium (Bruder, Ehemann und Sohn waren Kaiser!).

Sie verbrachte lediglich die ersten Monate mit ihrer Familie hier, bis ihr Vater Germanicus als Oberbefehlshaber aus dem Rheinland abberufen wurde. Sie ist auch nie wieder nach Köln zurückgekommen.

50 n. Chr. veranlasste Agrippina ihren Ehemann, den Kaiser Claudius, ihre Geburtsstadt Oppidum Ubiorum (gegründet um 19. v. Chr.), das heutige Köln, in den Rang einer römischen „Colonia", dem höchste Stadtrecht im Imperium, zu erheben. Diese Bürger-Colonia erhielt den Namen „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“ - abgekürzt CCAA -.

 

Colonia bedeutet das die Stadt römisches Recht erhielt. Claudia zeigt an, das die Stadt unter Kaiser Claudius gegründet wurde. Ara das hier das Ara Ubiorum stand. Agrippinensium geht auf Agrippina zurück, die Köln als Augusta zur Colonia erhob und dafür sorgte, dass die Stadt mit dem Ius Italicium ausgezeichnet wurde.

Mit der Erhebung der Siedlung zu einer Colonia begann eine enorme Entwicklung des antiken Köln und dessen weiterer Aufschwung. Die CCAA stand damit in der Städte-Hierarchie im Imperium ganz oben; die Bürger waren den Römern gleichgestellt.

Der Rang einer Colonia der römischen Kaiserzeit wurde über CCAA hinaus nur an drei weitere deutsche Städte erteilt:

  •  Colonia Ulpia Traiana (CUT) (Xanten)
  •  Augusta Treverorum (Trier)
  • Augusta Vindelicorum (Augsburg)

In ganz Europa gilt Agrippina als Femme fatale des Altertums. Äußerlich war sie wohl auch „ein Schuss“, wie die Kölner sagen würden. Für die Kölner ist sie die Stadtmutter oder sogar Stadtgründerin.

Ohne Agrippina hätte vermutlich Köln sich nicht so entwickeln können und unser schöner Dom wäre wohlmöglich nie in Köln errichtet worden – Agrippina und der Dom, verbunden für die Ewigkeit!

Gestaltung: Schilder-Express-Kappes OHG, Köln
Idee: Thomas Böck (Geschäftsführer)

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